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Treten Sie durch die «einzige Pforte» (moni emvasi) ein und Sie befinden sich weit weg von jedem Lärm der Gegenwart. Lassen Sie sich zurückversetzen in die gute alte Zeit und leben Sie in einer idyllischen Umgebung.

Monemvasia ist ein Juwel aus der byzantinischen Zeit und gleicht einem archäologischen Freilichtmuseum. Die Festung wurde im 6. Jh. nach Christus durch die Griechen errichtet, die auf der Flucht und Schutzsuche vor den Awaren und Slawen waren, welche den Kontinent erobert hatten. Diese Festung auf dem Felsen hat eine stürmische Geschichte hinter sich: sie wurde  nacheinander vom byzantinischen Reich, dem Papst, den Venezianern, und schliesslich den Ottomanen beherrscht, bevor sie im 19. Jahrhundert von den Griechen zurückerobert wurde.

Durch die strategisch ideale Lage auf dem Seeweg zwischen Konstanti- nopel, Venedig und Jerusalem entwickelte sich Monemvasia zu einem bedeutenden Knotenpunkt im Mittelmeer bezüglich des Handels und des Pilgertums, unabhängig von den jeweiligen Herrschern.

Der Ort knüpfte seinen Ruhm auch an ein anderes «Souvenir»: den Malvoisie, einen likörähnlichen Roséwein, welcher schon im Mittelalter hier produziert und bis in das 16. Jahrhundert nach Europa exportiert wurde. Lange Zeit nannten die Franzosen die Stadt «Malvoisie» und die Italiener «Malvasia».

Auch Shakespeare sprach davon: als König Eduard IV den Herzog von Clarency nach seiner Verurteilung fragte, auf welche Art er sterben wolle, so war dessen Antwort: «Ertränket mich in einem Fass von Malmsey-Wein!».

Richard III, Akt 1, Szene 4

 

 

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